Der MGV Münster strebt zum Höhepunkt seines Jubiläumsjahres!

„Zurück in die Zukunft“ ist bald startklar!

Seit Monaten bereiten sich über 150 Sängerinnen und Sänger des MGV 1845 Münster e.V. gemeinsam mit ihren Dirigenten, mit viel Elan und noch mehr Freude, auf die Konzerte „Zurück in die Zukunft“ vor. Die beiden Konzertabende, am Samstag, 21. November 2015 ab 19:30 Uhr und am Sonntag, 22. November 2015 ab 17:30 Uhr in der Kulturhalle Münster, bilden den Höhepunkt eines Jubiläumsjahres in welchem der MGV auf stolze 170 Jahre seines Bestehens zurückblicken kann.

Er freut sich auf seine Konzertpremiere in Münster mit seinen Chören vom MGV 1845; Dirk Schneider-Bariton-Gesanglehrer-Coach

Er freut sich auf seine Konzertpremiere in Münster mit seinen Chören vom MGV 1845;
Dirk Schneider-Bariton-Gesanglehrer-Coach

Gestaltet werden die Abende unter dem Titel „Zurück in die Zukunft“ von drei Chören des MGV Münster. Das sind zum einen die jüngsten MGV‘ler, die Kinder vom Regenbogenchor, die zusammen mit ihrer beliebten und engagierten Leiterin, Theresia Uglik, mit ihren Liedern ungezwungene Fröhlichkeit verbreiten werden.

Daneben fiebern 70 Sängerinnen und Sänger des neuen Projektchors FUTURE VOX ihrem ersten öffentlichen Auftritt entgegen. Man darf gespannt sein, was der musikalische Leiter des MGV, Dirk Schneider, mit den Damen und Herren – in knapp sieben Monaten Probenarbeit – chormusikalisch auf die Beine gestellt hat. Und schließlich ist natürlich auch der Männerchor des MGV 1845 Münster mit von der Partie, einer der größten reinen Männerchöre im südhessischen Raum.

Für den neuen „Chefcoach“ des MGV, Dirk Schneider, ist „Zurück in die Zukunft“ die persönliche Konzertpremiere in Münster, denn erst vor knapp einem Jahr hat er beim MGV 1845 die musikalische Verantwortung übernommen.

Mit einer „Zeitreise“ durch die Epochen des Chorgesangs wollen die Sängerinnen und Sänger ihren Besuchern nicht nur einen unterhaltsamen Abend bieten sondern auch die ganze Bandbreite modernen Chorgesangs aufzeigen. Schlager, Pop und Rocksongs stehen dabei neben Klassikern wie Felix Mendelssohn-Bartholdy.

„Diesmal setzen wir bewusst auf ein anderes musikalisches Konzept, als bei den vorangegangenen Männerchorprojekten“, erklärt Lothar Pistauer für die Vorsitzenden des MGV. „Schon der Titel „Zurück in die Zukunft“ deutet auf die Zeitlosigkeit guter Musik hin, denn Musik kann phantastisch sein, gleich ob 300 Jahre alt oder aus den aktuellen Charts“, so Pistauer weiter. Und er ergänzt: „Mit unserer Liedauswahl und den unterschiedlichen Chorgattungen wollen wir die Vielfalt phantastischer Chormusik präsentieren und werden dabei unsere Chöre in den Mittelpunkt der Konzertabende stellen.“

„Zurück in die Zukunft“ vereint 150 Stimmen in drei Chören zu einem Erlebnis, so zumindest das Versprechen der Verantwortlichen des MGV. Man darf gespannt sein!

Karten für die beiden Konzerte gibt es in drei Preiskategorien (13.- €, 15.- € und 17.- €). Sie sind erhältlich in der Vorverkaufsstelle „Schreibwaren Haus“ (Boris Niggeling), in Münster, Darmstädter Straße 6. Eine Kartenreservierung ist außerdem über die Homepage des MGV unter www.mgv-muenster.de oder über die Ticket-Hotline 0173 7623 164 (Lothar Pistauer) möglich. Reservierte Karten werden persönlich zugestellt.

Zurück in die Zukunft - jetzt Karten sichern. Das empfehlen die Vorsitzenden des MGV 1845 Münster

Zurück in die Zukunft – jetzt Karten sichern. Das empfehlen die Vorsitzenden des MGV 1845 Münster

Jetzt Karten sichern für „Zurück in die Zukunft“

 

"Zurück in die Zukunft" - das macht Laune", meinen die Vorsitzenden des MGV 1845 Münster

„Zurück in die Zukunft“ – das macht Laune, meinen die Vorsitzenden des MGV 1845 Münster!

 

Zurück in die Zukunft – 150 Stimmen, 3 Chöre, 1 Erlebnis“
Der MGV 1845 Münster verspricht wieder außergewöhnliche Konzerterlebnisse

Der Vorverkauf läuft
Auch in seinem Jubiläumsjahr will der MGV 1845 Münster wieder mit einem außergewöhnlichen Konzertereignis seine Fans und Freunde modernen Chorgesangs begeistern. Zum 170. Geburtstag des MGV beschenken sich die Sängerinnen und Sänger gewissermaßen selbst mit gleich zwei Konzerten auf die sie sich schon seit Monaten intensiv vorbereiten. Unter dem Titel „Zurück in die Zukunft – 150 Stimmen, 3 Chöre, 1 Erlebnis“ werden sämtliche Facetten des Chorgesangs geboten. Dabei spannen Sängerinnen und Sänger des MGV einen Bogen von der Klassik bis in die Moderne mit Pop und Rock mit Interpreten wie Queen, Bryan Adams oder Andreas Bourani.

Was mit den Chorprojekten „Men around the world“ so erfolgreich begann, soll jetzt unter Beteiligung aller drei Chöre des altehrwürdigen Gesangvereins gewissermaßen „Zurück in die Zukunft“ geführt werden. Auch diesmal erwartet die Besucher kein Chorkonzert im klassischen Sinne, auch diesmal werden moderne Stücke aus den Charts, Evergreens und Schlager geboten, aber auch Klassiker der Chormusik, die einen besonderen Kontrast zur Moderne bieten sollen.

Es stehen zwei Termine zur Verfügung: Am Samstag, 21.11.15 ab 19:30 Uhr und am Sonntag 22.11.15 ab 17:30 Uhr steigen die Konzerte „Zurück in die Zukunft – 150 Stimmen, 3 Chöre, 1 Erlebnis“.

Dann werden der „Regenbogenchor“ mit Theresia Uglik, ebenso wie der neuer Projektchor „FUTURE VOX“ und natürlich der „Männerchor“ des MGV – beide Chöre stehen unter der Leitung von Dirk Schneider, präsentieren, was sie in den letzten Monaten in der Chorproben erarbeitet haben.

Für jedes Konzert gibt es drei Preiskategorien (13.- €, 15.- € und 17.- €). Die Plätze in der Kulturhalle sind durchnummeriert, so dass die Besucher vor Konzertbeginn zur Einstimmung ein kulinarisches Angebot entspannt genießen können und eine frühzeitige Platzbelegung in der Halle überflüssig ist.

Karten gibt es in der Vorverkaufsstelle „Schreibwaren Haus“ (Boris Niggeling), in Münster, Darmstädter Straße 6. Eine Kartenreservierung ist ebenfalls über die Homepage des MGV unter www.mgv-muenster.de oder per Mail an kartenreservierung@mgv-muenster.de möglich. Auch eine Ticket-Hotline ist eingerichtet. Unter 0173 7623 164 (Lothar Pistauer) können telefonisch Kartenreservierungen vorgenommen werden. Reservierte Karten werden persönlich zugestellt.

„Zurück in die Zukunft“ – Der Vorverkauf ist gestartet

Zurück in die Zukunft – 150 Stimmen, 3 Chöre, 1 Erlebnis“

Der MGV 1845 Münster verspricht wieder außergewöhnliche Konzerterlebnisse

Zurück in die Zukunft

 

Auch in seinem Jubiläumsjahr will der MGV 1845 Münster wieder mit einem außergewöhnlichen Konzertereignis seine Fans und Freunde modernen Chorgesangs begeistern. Zum 170. Geburtstag des MGV beschenken sich die Sängerinnen und Sänger gewissermaßen selbst mit gleich zwei Konzerten auf die sie sich schon seit Monaten intensiv vorbereiten. Unter dem Titel „Zurück in die Zukunft – 150 Stimmen, 3 Chöre, ein Erlebnis“ werden Freunden moderner Chormusik sämtliche Facetten des Chorgesangs geboten. Dabei spannen Sängerinnen und Sänger des MGV einen Bogen von der Klassik bis in die Moderne mit Pop und Rock mit Interpreten wie Queen, Bryan Adams oder Andreas Bourani.

Was mit den Chorprojekten „Men around the world“ so erfolgreich begann, soll jetzt unter Beteiligung aller drei Chöre des altehrwürdigen Gesangvereins „Zurück in die Zukunft“ geführt werden. „Wir haben mit „Men around the world“ in den letzten Jahren schon bewiesen, dass Chorgesang heutzutage nichts mehr mit dem „Lindenbaumimage“ zu tun haben muss“, erklärt Lothar Pistauer, einer der vier Vorsitzenden des MGV. „Auch diesmal erwartet unsere Besucher kein Chorkonzert im üblichen Sinne, auch diesmal werden moderne Stücke aus den Charts, Evergreens und Schlager auf dem Programm stehen, aber auch Klassiker der Chormusik, die einen besonderen Kontrast zur Moderne bieten werden“, so Pistauer.

Anders als beim Projektchor ziehen die Männersänger jetzt gewissermaßen den Stecker. Keine Begleitband, keine Solisten – einfach „nur“ Chormusik in Reinform, a cappella oder höchstens mit Pianobegleitung, aber mindestens so interessant und unterhaltsam; das versprechen die Verantwortlichen des MGV.

Drei Chöre mit über 150 Sängerinnen und Sängern – allesamt dem MGV angehörend – sind die Protagonisten der Konzertabende und sind Garant für ein außergewöhnliches Konzertereignis in der Münsterer Kulturhalle. Die Verantwortlichendes MGV haben sich dazu entschlossen, zwei Konzerttermine anzubieten. Am Samstag, 21.11.15 und am Sonntag 22.11.15 steigen die Konzerte „Zurück in die Zukunft – 150 Stimmen, 3 Chöre, ein Erlebnis“.

Dann werden der „Regenbogenchor“ mit Theresia Uglik, ebenso wie der neuer Projektchor „FUTURE VOX“ und natürlich der „Männerchor“ des MGV – beide Chöre stehen unter der Leitung von Dirk Schneider, präsentieren, was sie in den letzten Monaten in der Chorproben erarbeitet haben.

Der Vorverkauf für die Konzerte am 21. und 22. November 2015 ist bereits gestartet. Für jedes Konzert gibt es drei Preiskategorien (13.- €, 15.- € und 17.- €). Die Plätze in der Kulturhalle sind durchnummeriert, so dass die Besucher vor Konzertbeginn zur Einstimmung ein kulinarisches Angebot entspannt genießen können und eine frühzeitige Platzbelegung in der Halle überflüssig ist.

Karten gibt es ab sofort in der Vorverkaufsstelle „Schreibwaren Haus“ (Boris Niggeling), in Münster, Darmstädter Straße 6. Eine Kartenreservierung ist ebenfalls über die Homepage des MGV unter www.mgv-muenster.de oder per Mail an kartenreservierung@mgv-muenster.de möglich. Auch eine Ticket-Hotline ist eingerichtet. Unter 0173 7623 164 (Lothar Pistauer) können telefonisch Kartenreservierungen vorgenommen werden. Reservierte Karten werden persönlich zugestellt

Der Wurm muss dem Fisch schmecken

In ihrer Juni Ausgabe widmet sich die Verbandszeitschrift des Hessischen Sängerbunds „Hessischer Chorspiegel“ dem Schwerpunkt „Mitgliedergewinnung“. In diesem Zusammenhang wurde der Pressesprecher des MGV 1845 Münster e.V. (Alex Pistauer) zu den bisherigen Chorprojekten des MGV interviewt.

Der Wurm muss dem Fisch schmecken

Mitgliedergewinnung und Zukunftssicherung beim MGV 1845 Münster e.V.

Schon seit Jahren macht der MGV 1845 Münster e.V. im Kreis-Chorverband Dieburg und darüber hinaus, immer wieder durch innovative Chorprojekte von sich reden. Unter dem Titel „Feuerwerk kreativer Chorideen“ berichtet der Hessische Chorspiegel im Dezember 2012 über das Männerchorprojekt „Men around the world“. Inzwischen haben die Männersänger aus Münster bei Dieburg mit weiteren Projekten auf sich aufmerksam gemacht und der Erfolg scheint ihnen Recht zu geben. Anlass für unsere Redaktion den Pressesprecher des Vereins, Alex Pistauer, zu den Erfolgsfaktoren der bisherigen Projekte und seiner Einschätzung zur Zukunftssicherung der Chöre zu befragen.

74 Sänger in gespannter Erwartung zum großen Auftritt bei "Men around the world 2.0"

74 Sänger in gespannter Erwartung zum großen Auftritt bei „Men around the world 2.0“


Redaktion: Herr Pistauer, der MGV Münster scheint inzwischen ja schon Routine in der Gestaltung von Chorprojekten zu haben. Wie viele dieser „Experimente“ haben Sie denn in den letzten Jahren gestemmt?
Alex Pistauer (AP): Der Ursprung unserer Projektarbeit war das Männerchorprojekt „Men around the world“ im Jahr 2012. Eine Neuauflage „2.0“ dieser Projektidee haben wir 2013/2014 gewagt. Unser jüngsten Projekte „Die größte Boygroup Südhessens“ und „FUTURE VOX“ sind gerade erst gestartet.

Redaktion: Wir war die Ausgangssituation in Ihrem Verein vor der Erstauflage des Männerchorprojekts?
AP: Keinesfalls „bedrohlich“. Unser Männerchor hatte auch damals noch die beachtliche Anzahl von rund 60 aktiven Sängern. Eigentlich kein Grund zur Besorgnis, aber für uns auch kein Grund, sich auszuruhen, denn strategisches Denken gehört quasi zur Geschichte des MGV. Schon im Jahr 1968 hatten die damals Verantwortlichen einen Knabenchor gegründet, dem in seiner Glanzzeit über 100 Buben angehörten. Ein Großteil dieser Sänger bildet heute noch das Rückgrat für den Männerchor. Im Jahr 2011 kam es erneut zu der richtungsweisenden Entscheidung, ein Chorprojekt aufzulegen und den Chor für Außenstehende zu öffnen. Dann, wenn es einem gut geht, schon über die Zukunft nachzudenken, vielleicht liegt das irgendwie in den „MGV-Genen“. So hatte sich eine Gruppe von sieben Sängern – außerhalb des geschäftsführenden Vorstands – zur Projektgruppe zusammengefunden, die, mit Unterstützung des Vorstands, das Projekt managten. Neue Gesichter und neue Verantwortlichkeiten zeugten auch für eine gewisse Aufbruchsstimmung, ohne die Verdienste des langjährigen Vorstands in Frage zu stellen.

Radaktion: Den Chor öffnen, was heißt das konkret und wie waren ihre Erfolge in den einzelnen Projekten? 

AP: Den Chor zu öffnen, heißt „offen für Jedermann ohne Vereinsbindung“. Also, sangesinteressierten Menschen die Möglichkeit zum Mitsingen bieten, ohne dass diese sich gleich mit den üblichen „mitgliedschaftlichen Verpflichtungen“ an den Verein binden müssen. Außerdem haben wir bei keinem unserer Projekte einen finanziellen Beitrag oder den Beitritt in den Verein gefordert. Es war uns klar, dass es für den ein oder anderen „nur“ ein Engagement auf Zeit werden wird.

Was den „Erfolg“ anbelangt, können wir folgende Ergebnisse verzeichnen: Zum Start des Männerchorprojekts konnten wir, zusätzlich zum „Stammchor“, mehr als 40 interessierte Männer begrüßen. 32 davon haben die gesamte Projektphase miterlebt. Bei unseren Abschlusskonzerten standen wir mit 85 Männern auf der Bühne. Schließlich sind 26 Sänger nach dem Projekt dem MGV beigetreten und haben als aktive Sänger den Männerchor verstärkt.

Natürlich geht der demografische Wandel auch an unserem Chor nicht spurlos vorbei und eine nennenswerte Anzahl von Sängern ist altersbedingt nicht mehr dabei. Deshalb haben wir mit einem neuen Konzept „Zurück in die Zukunft“ aktuell zwei weitere Werbeaktionen gestartet. Für den Männerchor konnten wir dadurch im Februar 2015 wieder acht neue Sänger hinzugewinnen. Ein weiteres Projekt für einen gemischten Chor brachte Ende April die sagenhafte Anzahl von 88 interessierten Sängerinnen und Sängern zusammen.

Redaktion: Das sind beeindruckende Zahlen. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept? 

AP: „Man nehme…“ (lacht), nein so einfach geht es nicht. Zunächst einmal muss in den Köpfen der Verantwortlichen aber auch in denen der Sängerinnen und Sänger eine gewisse Bereitschaft vorhanden sein, auch mit Risiko neue Wege zu gehen. Ein Baustein für den Erfolg unseres ersten Projekts war sicherlich die Literaturauswahl, weg von der traditionellen Männerchorliteratur. Wir haben schon im Vorfeld herausgestellt, dass wir Interpreten wie „Beach Boys“, „Die Ärzte“, „Marius Müller-Westernhagen“ oder „Udo Jürgens“ im Männerchorsound auf die Bühne bringen wollen.

Nach dem Motto „Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“, konnten wir Aufmerksamkeit und Interesse bei Menschen wecken, die es sich vorher nicht vorstellen konnten, dass ein Männerchor derartige Literatur in Angriff nimmt. Die Auswahl der Stücke war natürlich auch beste Werbung beim Publikum für unsere Abschlusskonzerte. Aber auch hierzu bedarf es zunächst einem Chorleiter, der sich auf ein solches Experiment einlässt. Auf der anderen Seite aber auch Sängern, die (fast) ohne Vorbehalte bereit sind, eine solche Literatur anzugehen. Es war schon beachtlich mitzuerleben, wie aufgeschlossen gerade unsere älteren Sänger waren, sich auf unbekanntes Terrain zu wagen und Pop- und Rock-Songs, die sie teilweise nur von ihren Enkeln kannten, in fremden Sprachen zu singen.

Für das Männerchorprojekt haben wir ein eigenes Logo entwickelt, welches konsequent in allen Werbeaktionen, Flyern und Presseberichten eingesetzt wurde und bis hin zur Bühnengestaltung präsent war. Im Vorfeld der Projekte wurden im Umkreis über 50.000 Flyer verteilt, Werbebanner an markanten Punkten in Münster und Umgebung aufgehängt und Anzeigen in der regionalen Presse oder Kinowerbung geschaltet. Slogans wie „Sei ein Mann, sing mit“ oder „Die größte Boygroup Südhessens mit DIR“ dienen dabei nicht nur als Eyecatcher. Sie zeugen nach unserer Einschätzung auch von einem gewissen Ernst und Selbstbewusstsein, den neuen Weg konsequent zu Ende zu gehen.

Redaktion: Solche Werbekampagnen sind aber auch mit enormen Kosten verbunden – oder?
AP: Natürlich, aber wie man so schön sagt: „Von nichts kommt nichts“. Die Unterstützung, die unsere bisherigen Projekte erfahren haben ist wirklich herausragend. Aber auch hier braucht es den Mut, Menschen anzusprechen und von einer Idee zu überzeugen. Und wer sonnt sich nicht gerne im Glanz eines erfolgreich umgesetzten Konzepts? Ja, wir haben Geld gesammelt, bei unseren Mitgliedern, bei Freunden und Förderern. Wir haben die Geschäftswelt angesprochen und großzügige Unterstützung erfahren. Werbung für unsere Abschlusskonzerte haben wir zum Beispiel auch mit einer eigens hergestellten 56-seitigen Broschüre „Highlights einer Projektarbeit“ betrieben.

Redaktion: Wie ist es Ihnen gelungen so viele Sänger, auch nach der „Ehe auf Zeit“, in den Chor zu integrieren? 

AP: Da müssen wir in erster Linie unseren Sängern im Männerchor ein riesiges Kompliment aussprechen. Es wurde uns von den (ehemals) Neuen immer wieder rückgemeldet, wie wohl sie sich im Kreise der Sänger aufgenommen fühlten. Es gab keine „Besitzstandswahrung“ (ich sitze schon immer hier) oder Vorbehalte gegen neue Sängernachbarn. Natürlich haben auch wir als Verein einiges dazu beigetragen, dass sich die Neuen wertgeschätzt, Ernst genommen und freundlich aufgenommen fühlen.

Redaktion: Wie ist es Ihnen gelungen jüngst über 80 Sängerinnen und Sänger für das gemischte Chorprojekt zu interessieren?
AP: Nun, in erster Linie haben wohl die beschriebenen Erfolgsfaktoren wieder gegriffen. Ein markanter Name „FUTURE VOX“ (etwa die Zukunftsstimmen), eine selbstbewusste Werbekampagne (50.000 Flyer, Anzeigen, Kinowerbung etc.), persönliche Ansprache, zeitgemäße Literatur und diesmal als „Zugpferd“ unser neuer Chorleiter, Dirk Schneider, haben wohl dazu beigetragen, dass so viele Menschen zum Mitsingen motivieren konnten. Zugpferd deshalb, weil Dirk Schneider schon vor seinem Engagement beim MGV Münster, mit außergewöhnlichen Chorprojekten und spektakulären Konzertereignissen, Sängerinnen und Sänger begeistern konnte. Viele davon wollten auch diesmal wieder dabei sein.

Redaktion: Wie gelingt aus Ihrer Sicht die Zukunftssicherung unserer Chöre:
AP: Viele Chöre, besonders die Männerchöre, orientieren sich nach unserer Einschätzung mit ihrem Repertoire immer noch zu stark an den Liedern, die ihnen in ihrer Jugend Spaß gemacht haben, ohne zu bedenken, dass sich die Chorwelt in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Eine gewisse Neugier und die Bereitschaft Neues auszuprobieren ist die beste Lebensversicherung für einen Chor. Aktuell sind wir im MGV dabei, das Repertoire sanft zu verjüngen, so dass für jeden etwas dabei ist. Es gibt traumhaft schöne Stücke vergangener Jahrhunderte, auf die natürlich niemand verzichten möchte. Aber wir glauben auch, dass man die jüngere Generation bei ihren Hörgewohnheiten abholen muss. Und diese sind nun mal mit Popmusik wesentlich vertrauter. Die Vermittlung, dass Männerchor auch modern sein kann, wird unsere große Aufgabe für die nächsten Jahre sein.

Auf der anderen Seite ist meines Erachtens auch ein selbstbewussteres Auftreten erforderlich. Wir müssen raus, aus dem „Lindenbaum-Image“, raus aus dem Vorurteil „erst nach der Probe wird es fröhlich“. Wir müssen besser vermarkten wie viel Freude es bereiten kann, mit Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedenster Herkunft und Gesellschaftsschicht gemeinsam zu singen. Auf der anderen Seite müssen wir Laienchöre uns auch selbstbewusster gegenüber „semiprofessionellen“ Auswahlchören aufstellen. Auch wir können Niveau, auch wir können Fachpublikum beeindrucken, auch wir können Menschen begeistern. Dazu müssen wir stehen, das müssen wir vermitteln.

52 Sänger kommen zum „Trainingslager“

 

52 Sänger im "Trainingslager" beim ganztägigen Probentag!

52 Sänger im „Trainingslager“ beim ganztägigen Probentag!

Just am Tag des DFB-Pokalendspiels am vergangenen Samstag, beriefen die Verantwortlichen des MGV 1845 Münster ihre Sänger ins „Trainingslager“ zum Chortag. „Nicht weil wir auch nach Berlin fahren wollen“ erklärt Lothar Pistauer für den Vorstand des MGV, „sondern weil wir uns rechtzeitig und intensiv auf unser Konzertprogramm im November diesen Jahres vorbereiten wollen“. So war für die Männersänger ein ganztägiger Probentag angesetzt. „Sechs Stunden intensive Probenarbeit sind für einen reinen Laienchor wie uns schon eine besondere Herausforderung“, so Pistauer weiter. Aber die Arbeit mit dem Chorleiter Dirk Schneider habe sich gelohnt, denn auch die Rückmeldungen der Sänger, die mehrheitlich eine Wiederholung eines solchen Probentages forderten, zeigten, dass Dirk Schneider es verstanden hatte, die Sänger nicht nur in besonderem Maße zu fordern, sondern auch den Spaß und die Freude am gemeinsamen Musizieren zu vermitteln. Auch der Chorleiter zeigte sich beeindruckt von der Tatsache, dass sich 52 Männer den ganzen Samstag für die gemeinsame Chorarbeit frei gehalten hatten.

„Ein solcher Probentag bringt uns in unserer Chorarbeit natürlich entscheidend weiter. Schließlich wollen wir unserem Publikum im November 2015 wieder ein besonderes chormusikalisches Highlight bieten“, erklärt der Chorleiter. Dazu wird der Männerchor des MGV ein völlig neu erarbeitetes Repertoire präsentieren. Aber auch der Regenbogenchor des MGV und der neu gegründete, stimmgewaltige Projetchor „FUTURE VOX“ wollen das Münsterer Publikum mit ihren Darbietungen begeistern. „Bis dahin wird noch viel Schweiß in den Proben fließen, aber am Ende wird sich die Arbeit wieder gelohnt haben“, zeigt sich der Vorsitzende optimistisch.

Der Kartenvorverkauf für zwei geplante Konzerte in der Kulturhalle Münster im November 2015 wird Ende Juli gestartet.

Nach einem intensiven Probentag konnten die Sänger den wohl verdienten Feierabend und die Fußballfreunde unter den Männersängern das Endspiel genießen – oder auch nicht…

Hoch konzentrierte Sänger beim Chortag des Männerchors

Hoch konzentrierte Sänger beim Chortag des Männerchors